Papst Leo an Lungenkrebs erkrankt
Das Kirchenoberhaupt galt bislang als fit. Nachdem der 71-Jährige am Sonntag einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht hatte, bestätigte eine Operation die Befürchtungen: Papst Leo hat Lungenkrebs.
Papst Leo ist an Lungenkrebs erkrankt. Das Kirchenoberhaupt, das bislang als fit galt, hatte am Sonntag einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht. Nach einer Operation bestätigten sich die Befürchtungen: Die Diagnose lautet Krebs.
Der 71-Jährige hatte den Knoten zunächst selbst bekannt gegeben, was in der Öffentlichkeit bereits für erhebliche Unruhe sorgte. Die anschließende Operation brachte Gewissheit über die Art der Erkrankung. Weitere Einzelheiten zu seinem aktuellen Gesundheitszustand, zum Verlauf der Operation oder zu einer möglichen Behandlung wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Die Nachricht von der Krebsdiagnose dürfte weit über die katholische Kirche hinaus Beachtung finden. Papst Leo gilt seit seinem Amtsantritt als energischer Reformer, der auch in weltlichen Fragen immer wieder Position bezog. Sein Gesundheitszustand wird daher nicht nur von Gläubigen, sondern auch von politischen Beobachtern aufmerksam verfolgt.
In den vergangenen Monaten hatte der Papst noch ein dichtes Programm absolviert und war bei öffentlichen Auftritten vital und präsent erschienen. Umso überraschender kam für viele die Nachricht von dem Knoten in der Lunge. Dass sich der Verdacht nun bestätigt hat, dürfte die Sorge um das Kirchenoberhaupt weiter verstärken.
Wie es für Papst Leo nun weitergeht, ist offen. Je nach Schwere der Erkrankung könnten seine Amtsgeschäfte vorübergehend ruhen oder eingeschränkt wahrgenommen werden. In der Kirchengeschichte haben Päpste bei schwerer Krankheit mitunter wichtige Entscheidungen delegiert oder sich längere Zeit zurückgezogen. Ob ein solcher Schritt auch für Leo in Betracht kommt, ist bislang nicht bekannt.
Die katholische Kirche steht ohnehin vor großen Herausforderungen: innerkirchliche Reformdebatten, der Umgang mit Missbrauchsfällen und der Dialog mit anderen Religionen prägen die Agenda. Ein längeres gesundheitliches Aus des Papstes könnte diese Prozesse verlangsamen oder neue Fragen nach der Führung der Weltkirche aufwerfen.
Für die Gläubigen ist die Diagnose ein tiefer Einschnitt. In vielen Gemeinden dürften in den kommenden Tagen Fürbitten und Gebete für den Papst gesprochen werden. Auch Vertreter anderer christlicher Konfessionen und nichtchristlicher Religionsgemeinschaften haben in der Vergangenheit bei schweren Erkrankungen von Päpsten Anteilnahme gezeigt. Ob es bereits offizielle Reaktionen gibt, ist nicht überliefert.
Papst Leo selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu seiner Erkrankung geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob der Vatikan in den kommenden Tagen weitere Informationen zum Gesundheitszustand und zur weiteren Behandlung bekannt geben wird.
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