Papst Leo XIV. verlässt nach Krebsoperation das Krankenhaus
Papst Leo XIV. kehrt nach seiner Krebsoperation in den Vatikan zurück. Am Sonntag soll er das Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen. Die Ärzte der Gemelli-Klinik in Rom haben seine Entlassung genehmigt.
Papst Leo XIV. hat nach seiner Krebsoperation die Gemelli-Klinik in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Der Vatikan bestätigte am Samstag, dass der Genesungsprozess des Oberhaupts der katholischen Kirche so weit fortgeschritten ist, dass keine weitere stationäre Behandlung erforderlich ist. Die Entlassung erfolgte früher als ursprünglich geplant.
Für Sonntag ist bereits ein öffentlicher Auftritt vorgesehen: Der Papst soll das Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen. Es wäre der erste öffentliche Termin seit dem Eingriff und ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich der 70-Jährige auf dem Weg der Besserung befindet. Das Angelus-Gebet ist ein fester Bestandteil des kirchlichen Lebens und wird traditionell am Sonntagmittag vom Apostolischen Palast aus gebetet.
Die Ärzte der Gemelli-Klinik hatten den Papst in den vergangenen Tagen intensiv betreut. Nach Angaben des Vatikans müssen noch abschließende Untersuchungen durchgeführt werden, die jedoch keinen Aufenthalt im Krankenhaus mehr erfordern. Über den genauen Verlauf der Krebserkrankung und die Art des Eingriffs machte der Heilige Stuhl keine weiteren Angaben. Der Papst selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu seinem Gesundheitszustand geäußert.
Die Gemelli-Klinik in Rom gilt als das traditionelle Krankenhaus der Päpste. Bereits Johannes Paul II. wurde dort mehrfach behandelt, unter anderem nach dem Attentat im Jahr 1981. Auch Papst Franziskus verbrachte dort mehrere Wochen. Die Klinik verfügt über eine eigene Etage für päpstliche Patienten, die streng abgeschirmt ist. Die Rückkehr Leos XIV. in den Vatikan erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Die Nachricht von der Entlassung dürfte in der katholischen Welt Erleichterung auslösen. Seit der Operation war über den Zustand des Papstes nur spärlich informiert worden. Gläubige in aller Welt hatten in den vergangenen Tagen für seine Genesung gebetet. In vielen Diözesen wurden Fürbitten in die Gottesdienste aufgenommen. Der Vatikan hatte zunächst keine Prognose über die Dauer des Krankenhausaufenthalts abgegeben.
Die rasche Rückkehr in den Vatikan und der geplante Auftritt am Sonntag werden als Zeichen dafür gewertet, dass der Papst seine Amtsgeschäfte bald wieder aufnehmen kann. Ob er bereits in der kommenden Woche weitere Termine wahrnehmen wird, ließ der Vatikan offen. Zunächst steht die vollständige Genesung im Vordergrund. Der Papst wird in den kommenden Tagen ärztlich überwacht, kann sich aber in seiner Wohnung im Apostolischen Palast aufhalten.
Leo XIV. war im Oktober 2026 operiert worden. Über die genaue Diagnose und den Verlauf der Erkrankung ist öffentlich wenig bekannt. Der Vatikan hatte lediglich mitgeteilt, dass es sich um einen Krebseingriff handelte. Der Papst ist seit seiner Wahl im Jahr 2025 im Amt. In den ersten Monaten seines Pontifikats hatte er mehrere Auslandsreisen unternommen und Reformen in der Kurie angekündigt.
Die Rückkehr in den Vatikan bedeutet nicht, dass der Papst bereits wieder alle Aufgaben übernehmen kann. Ärztliche Kontrollen und Ruhephasen bleiben Teil seines Alltags. Der Vatikan bat um Verständnis dafür, dass keine weiteren Details zum Gesundheitszustand veröffentlicht werden. Gläubige und Beobachter richten ihren Blick nun auf das Angelus-Gebet am Sonntag, das als erstes öffentliches Lebenszeichen des Papstes nach der Operation gilt.
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