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Papst Leo XIV. wird wenige Wochen vor Argentinien-Reise operiert

Der Vatikan bestätigt eine Operation an Papst Leo XIV. zur Entfernung eines Lungennoduls. Der Pontifex bleibt rund eine Woche im Krankenhaus, während seine Südamerikareise im November weiterhin geplant ist.

Papst Leo XIV. wird wenige Wochen vor Argentinien-Reise operiert
El papa León XIV será operado a menos de un mes de su visita a la Argentina

Papst Leo XIV. wird sich in den ersten Tagen der kommenden Woche einer Operation unterziehen, bei der ein in einem seiner Lungenflügel entdeckter Knoten entfernt werden soll. Der Eingriff wurde nach Angaben des Sprechers des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung diagnostiziert. Der 71-jährige Pontifex wird nach der Operation voraussichtlich etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben.

Der Papst selbst informierte die Öffentlichkeit über die Diagnose, nachdem er das Angelusgebet gesprochen hatte. Die Ärzte hätten die Läsion bei kürzlich durchgeführten Kontrolluntersuchungen festgestellt und eine Entfernung empfohlen. Weitere Einzelheiten zum Verfahren oder zur anschließenden Genesungszeit wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Der Zeitpunkt des Eingriffs ist heikel: Er fällt in die unmittelbare Vorbereitung auf die erste apostolische Reise von Leo XIV. nach Südamerika. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll der Papst vom 8. bis 11. November Argentinien besuchen, nach einem Aufenthalt in Uruguay und bevor er seine Reise nach Peru fortsetzt. Für den Argentinien-Aufenthalt sind unter anderem ein Treffen mit Präsident Javier Milei, pastorale Aktivitäten und eine Messe in Luján vorgesehen.

Bislang hat der Heilige Stuhl keine Änderungen am Reiseprogramm wegen der Operation mitgeteilt. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Genesung des Papstes in den kommenden Tagen entwickelt und ob der dichte Terminkalender der Südamerikareise wie geplant stattfinden kann.

Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Vatikan ohnehin unter besonderer Beobachtung steht. Die erste große Auslandsreise eines neuen Pontifex gilt traditionell als wichtiges Signal für die Ausrichtung seines Amtes. Dass Leo XIV. ausgerechnet Argentinien und damit die Heimat seines Amtsvorgängers Franziskus besuchen will, verleiht der Reise zusätzliche Bedeutung. Eine Verschiebung oder Absage wäre nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch ein symbolischer Einschnitt für die katholische Kirche in der Region.

Die medizinische Situation wird in den kommenden Tagen genau verfolgt werden. Sollte sich die Genesung verzögern, könnte der Vatikan gezwungen sein, die Reisepläne anzupassen. Offizielle Vertreter haben bislang jedoch keine Hinweise darauf gegeben, dass ein solcher Schritt erwogen wird. Für die Gläubigen in Argentinien, Uruguay und Peru bleibt die Hoffnung, dass der Papst rechtzeitig wieder genesen wird.

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Julian Lindner

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