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BDS-Konferenz in Barcelona kündigt europäische Kampagne gegen Israels Politik an

Vom 18. bis 20. November 2026 treffen sich in Barcelona Aktivisten, Künstler und Wissenschaftler zur europäischen Regionalkonferenz BDS@20. Zum Auftakt wird eine öffentliche Veranstaltung mit internationalen Rednern die Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen Israel fortsetzen.

BDS-Konferenz in Barcelona kündigt europäische Kampagne gegen Israels Politik an
Resistere alla legge del più forte: per la Palestina, per l'umanità

In Barcelona kommen vom 18. bis 20. November 2026 Aktivisten, Künstler, Akademiker und Gewerkschafter aus ganz Europa und Palästina zur europäischen Regionalkonferenz BDS@20 zusammen. Das Treffen fällt mit dem zwanzigjährigen Bestehen der Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) zusammen und soll die internationale Solidarität mit den Palästinensern stärken. Die Veranstaltung im Kulturzentrum Casino l’Aliança del Poblenou ist als dreitägiger Raum für Debatten, Strategie und Solidarität angekündigt.

Die Organisatoren verweisen auf den palästinensischen Aufruf zur BDS-Kampagne vor mehr als zwanzig Jahren. Dieser habe sich zu einer globalen, von Palästinensern geführten Bewegung entwickelt, die Millionen Menschen, Organisationen, Gewerkschaften, Kulturschaffende und Wissenschaftler weltweit verbinde. Die Konferenz soll nach Angaben der Veranstalter nicht nur Bilanz ziehen, sondern auch die nächsten Schritte der Kampagne gegen die israelische Besatzung und die Siedlungspolitik beraten.

Zum Auftakt am Abend des 18. November ist eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der Redner aus Palästina und Europa zu Wort kommen sollen. Angekündigt sind unter anderem Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, der BDS-Mitbegründer Omar Barghouti, die Rechtswissenschaftlerin Noura Erakat und der Chirurg Ghassan Abu Sitta. Auch die malaysische Aktivistin Nurul Izzah Anwar, der Musiker Robert Del Naja von Massive Attack und die spanische Schauspielerin Hiba Abouk werden als Redner genannt.

Die Konferenz findet in einer Phase statt, in der die Organisatoren von einer eskalierenden humanitären Lage in Gaza sprechen. Sie werfen Israel und den Vereinigten Staaten vor, einen Genozid zu begehen, und kritisieren eine globale Komplizenschaft sowie doppelte Standards. Die Veranstalter betonen zugleich, dass die Bewegung trotz widriger Umstände weiter an Sichtbarkeit gewinne. Die Konferenz soll dazu dienen, Schmerz und Wut in organisierte Aktionen umzuwandeln und die Straflosigkeit Israels herauszufordern.

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist die Ausweitung intersektionaler Allianzen. Die Organisatoren rufen dazu auf, die Kämpfe gegen Rassismus, Klimaungerechtigkeit und wirtschaftliche Ausbeutung miteinander zu verbinden. In den Diskussionen soll es auch darum gehen, wie sich die BDS-Kampagne in Europa und darüber hinaus strategisch weiterentwickeln lässt. Die Konferenz versteht sich als Beitrag zu einer internationalen Bewegung, die nach eigener Darstellung auf gewaltfreiem Widerstand und zivilgesellschaftlichem Druck basiert.

Die Ankündigung der Redner unterstreicht die Breite des Unterstützerkreises. Mit Francesca Albanese ist eine hochrangige UN-Funktionärin vertreten, die seit 2022 ein Mandat für die besetzten Gebiete hat und wiederholt Kritik an der israelischen Politik geäußert hat. Omar Barghouti gilt als eine der bekanntesten Stimmen der BDS-Bewegung und wurde 2017 mit dem Gandhi-Friedenspreis ausgezeichnet. Noura Erakat forscht zum internationalen Recht und zur Palästina-Frage, während Ghassan Abu Sitta als Rektor der Universität Glasgow gewählt wurde und sich für Desinvestition einsetzt.

Die Konferenz ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die BDS-Bewegung ihr zwanzigjähriges Bestehen begeht. Die Organisatoren laden ausdrücklich dazu ein, die eigene Stimme und Solidarität einzubringen. Sie verstehen das Treffen als Gelegenheit, nicht nur Erreichtes zu feiern, sondern gemeinsam die Zukunft der Kampagne zu gestalten. Die Veranstaltung in Barcelona soll damit ein Zeichen für die internationale Dimension des Engagements für palästinensische Rechte setzen.

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Julian Lindner

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Editorial Writer

Julian Lindner covers public affairs, politics, business, culture and daily news for Hochland. The role focuses on verification, context, and clear explanations for readers.