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FBI warnt vor gezielten Mordplänen russischer Dienste in Europa

Die US-Bundesbehörden melden, dass russische Geheimdienste Attentate auf Unterstützer der Ukraine in Europa und den USA vorbereiten. Im Zentrum der Warnung steht die sogenannte «Ris»-Struktur, ein Netzwerk, das seit Jahren im Verborgenen operiert.

FBI warnt vor gezielten Mordplänen russischer Dienste in Europa
Jörg Zägel

Die US-Bundesbehörden haben eine dringende Warnung veröffentlicht: Russische Geheimdienste sollen gezielte Mordanschläge in den Vereinigten Staaten und in europäischen Ländern planen, die die Ukraine unterstützen. Nach Angaben der amerikanischen Ermittlungsbehörden handelt es sich nicht um eine vage Drohung, sondern um konkrete Vorbereitungen für Attentate auf ausgewählte Personen.

Im Mittelpunkt der Warnung steht eine Struktur, die in den vergangenen Jahren wiederholt mit verdeckten Operationen in Verbindung gebracht wurde. Sie soll für die Rekrutierung von Tätern, die Beschaffung von Waffen und die Planung von Anschlägen verantwortlich sein. Die Behörden gehen davon aus, dass die Gruppe über ein weitverzweigtes Netzwerk in mehreren europäischen Staaten verfügt und ihre Ziele sorgfältig auswählt.

Die Warnung richtet sich an Regierungen und Sicherheitsapparate in ganz Europa. Besonders betroffen sind Länder, die der Ukraine militärische oder finanzielle Unterstützung gewähren. Nach Einschätzung der Ermittler sollen die Anschläge nicht nur der Vergeltung dienen, sondern auch ein Klima der Angst erzeugen und die politische Unterstützung für Kiew untergraben.

Die amerikanischen Behörden haben ihre Erkenntnisse an verbündete Staaten weitergegeben. In mehreren europäischen Hauptstädten wurden die Sicherheitsvorkehrungen für gefährdete Personen bereits erhöht. Dazu zählen Politiker, Militärangehörige, Rüstungsmanager und Vertreter von Organisationen, die die Ukraine unterstützen. Die genauen Namen der potenziellen Ziele wurden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.

Die Enthüllung fällt in eine Phase zunehmender Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine haben europäische Staaten wiederholt über Sabotageakte, Desinformationskampagnen und Cyberangriffe berichtet, die russischen Diensten zugeschrieben werden. Die nun bekannt gewordene Warnung vor Mordanschlägen stellt jedoch eine neue Eskalationsstufe dar.

Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die Struktur, auf die sich die Warnung bezieht, seit Jahren aktiv ist. Sie soll in der Lage sein, Aufträge ohne direkte Spuren bis in die höchsten Ebenen der russischen Führung auszuführen. Die Rekrutierung erfolgt häufig über lokale Kontakte, die oft nicht wissen, für wen sie tatsächlich arbeiten. Dadurch wird die Aufklärung erheblich erschwert.

Die europäischen Regierungen haben bislang zurückhaltend reagiert. Offizielle Stellungnahmen betonen, dass man die Hinweise ernst nehme und die Sicherheitsmaßnahmen anpasse. Gleichzeitig wird betont, dass die Unterstützung für die Ukraine unverändert fortgesetzt werde. Man wolle sich nicht einschüchtern lassen.

Für die betroffenen Länder bedeutet die Warnung eine erhebliche Belastung. Der Schutz gefährdeter Personen bindet Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen. Zudem wächst die Sorge, dass die Anschlagspläne Teil einer breiteren Strategie sind, die darauf abzielt, die westliche Einheit zu schwächen und die öffentliche Meinung in Europa zu beeinflussen.

Die US-Behörden haben angekündigt, die Ermittlungen fortzusetzen und weitere Informationen mit den Partnern zu teilen. Ob die Pläne bereits konkretisiert wurden oder sich noch im Vorbereitungsstadium befinden, ist unklar. Die Warnung selbst gilt jedoch als ungewöhnlich deutlich und unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage.

Jana Hartmann

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Culture Reporter

Jana Hartmann covers public affairs, politics, business, culture and daily news for Hochland. The role focuses on verification, context, and clear explanations for readers.