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Religion

Dallin H. Oaks ruft bei Generalkonferenz zur Nachfolge Christi und zur Friedenswahl auf

Bei der April-Generalkonferenz 2026 der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage rief Präsident Dallin H. Oaks Gläubige in Europa und weltweit dazu auf, Jesus nachzufolgen und in einer gespaltenen Welt den Frieden zu wählen.

Dallin H. Oaks ruft bei Generalkonferenz zur Nachfolge Christi und zur Friedenswahl auf
Dallin H. Oaks

Präsident Dallin H. Oaks hat die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dazu eingeladen, Jesus Christus nachzufolgen und sich in einer zunehmend gespaltenen Welt bewusst für den Frieden zu entscheiden. Bei der 196. jährlichen Generalkonferenz der Kirche, die am 4. und 5. April 2026 in Salt Lake City stattfand, wandte sich der Kirchenpräsident an ein weltweites Publikum, das per Satellit und Internetübertragung an den Versammlungen teilnahm.

Die Generalkonferenz ist das höchste Versammlungs- und Lehrorgan der Kirche und findet zweimal jährlich statt. Die April-Ausgabe 2026 stand unter dem Eindruck wachsender politischer, sozialer und kultureller Spannungen in vielen Ländern. Oaks betonte in seinen Ansprachen, dass die Nachfolge Christi keine abstrakte Frömmigkeit sei, sondern konkretes Handeln im Alltag erfordere — in der Familie, in der Nachbarschaft und in der Gesellschaft. Wer den Frieden wähle, so die Botschaft, trage zur Versöhnung bei, statt Konflikte zu verschärfen.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine weltweit aktive christliche Gemeinschaft mit Sitz in Salt Lake City. In Europa ist sie in zahlreichen Ländern vertreten, von Portugal bis Russland, mit Gemeinden in Großstädten wie auch in kleineren Orten. Die halbjährlichen Generalkonferenzen werden in mehr als 90 Sprachen übersetzt und erreichen nach Angaben der Kirche ein Millionenpublikum. Für viele Mitglieder, besonders in Europa, sind die Übertragungen ein zentraler Bestandteil ihres religiösen Lebens, da nicht alle die Reise in die USA auf sich nehmen können.

Die Teilnahme aus Europa war in diesem Jahr besonders sichtbar. Gemeinden organisierten gemeinsame Übertragungsabende in Kapellen und Gemeindehäusern, um die Ansprachen zeitgleich oder zeitversetzt zu verfolgen. Der Aufruf zur Friedenswahl wurde in den sozialen Medien und in lokalen Gemeindegesprächen aufgegriffen. Beobachter sehen darin eine Reaktion auf die polarisierte Stimmung in vielen europäischen Gesellschaften, in denen religiöse Gemeinschaften zunehmend gefordert sind, Orientierung zu bieten.

Oaks steht seit 2018 an der Spitze des Kollegiums der Zwölf Apostel und wurde 2025 als Präsident der Kirche bestätigt. Seine Amtszeit fällt in eine Phase, in der die Kirche ihre weltweite Präsenz ausbaut und zugleich innerkirchliche Debatten über Lehre und Praxis führt. Die Betonung von Frieden und Christusnachfolge ist Teil einer Linie, die bereits frühere Generalkonferenzen geprägt hat. In einer Zeit, in der religiöse Stimmen oft in politische Auseinandersetzungen hineingezogen werden, setzt Oaks auf eine Botschaft der Versöhnung und der persönlichen Verantwortung.

Für die Gläubigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet die Konferenz auch eine Gelegenheit, sich über Gemeindegrenzen hinweg zu verbinden. Viele Gemeinden nutzten das Wochenende für gemeinsame Mahlzeiten und Gespräche. Die nächste Generalkonferenz ist für Oktober 2026 angesetzt. Bis dahin werden die Ansprachen von Oaks und anderen Kirchenführern in Gemeindeklassen und Hauskreisen weiter diskutiert werden — als Impuls, den Frieden nicht nur zu wünschen, sondern aktiv zu wählen.

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Julian Lindner

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Editorial Writer

Julian Lindner covers public affairs, politics, business, culture and daily news for Hochland. The role focuses on verification, context, and clear explanations for readers.