Der US-Senator und Republikaner Lindsey Graham ist tot. Er starb am Samstagabend nach einer kurzen und schweren Krankheit, wie sein Büro auf seinen Profilen auf X und Facebook mitteilte. Graham wurde 71 Jahre alt. Die Nachricht von seinem Tod löste in Washington und international Bestürzung aus.
Graham war einer der einflussreichsten Republikaner im US-Senat und eine zentrale Figur in der amerikanischen Politik der letzten Jahrzehnte. Er arbeitete eng mit Präsident Donald Trump zusammen, kritisierte ihn aber auch immer wieder scharf. Diese ambivalente Haltung machte ihn zu einem der schillerndsten und zugleich umstrittensten Mitglieder seiner Partei.
Der Senator aus South Carolina war bekannt für seine harte Haltung in der Außen- und Sicherheitspolitik. Er galt als einer der schärfsten Kritiker Russlands und setzte sich wiederholt für eine starke militärische Präsenz der USA in der Welt ein. Gleichzeitig war er ein Verfechter einer restriktiven Einwanderungspolitik und unterstützte Trumps „America First“-Agenda in vielen Bereichen.
Grahams politische Karriere begann im Repräsentantenhaus, bevor er 2002 in den Senat gewählt wurde. Dort machte er sich schnell einen Namen als Experte für Verteidigungs- und Justizfragen. Er war Vorsitzender des Justizausschusses und Mitglied des Streitkräfteausschusses. In diesen Positionen prägte er maßgeblich die US-Politik in den Bereichen Militär, Geheimdienste und Rechtsstaatlichkeit.
In den letzten Jahren war Graham auch eine prominente Stimme in der Debatte um die Ukraine. Er forderte wiederholt eine verstärkte Unterstützung für Kiew im Kampf gegen die russische Aggression. Seine scharfe Kritik an Moskau brachte ihm den Ruf eines „Falken“ in der Außenpolitik ein. Gleichzeitig war er ein enger Verbündeter von Trump, was ihm sowohl Lob als auch Kritik aus den Reihen der Republikaner einbrachte.
Die Todesursache wurde zunächst nicht offiziell bekannt gegeben. Sein Büro sprach lediglich von einer „plötzlichen und schweren Krankheit“. Medienberichten zufolge soll Graham in den letzten Wochen gesundheitliche Probleme gehabt haben, die jedoch nicht öffentlich gemacht wurden. Die genauen Umstände seines Todes bleiben vorerst unklar.
Die Reaktionen auf Grahams Tod kamen aus allen politischen Lagern. Präsident Trump würdigte ihn als „einen großen Patrioten und einen wahren Freund“. Auch demokratische Politiker äußerten sich respektvoll. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, nannte Graham „einen Mann von Prinzipien, der immer für das eintrat, was er für richtig hielt, auch wenn es unpopulär war“.
Grahams Tod hinterlässt eine Lücke im US-Senat, die nicht leicht zu füllen sein wird. Seine Stimme in der Außen- und Sicherheitspolitik wird besonders vermisst werden. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, insbesondere mit Russland und China, war Graham einer der wenigen Republikaner, die konsequent für eine starke internationale Rolle der USA eintraten.
Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich schnell in den sozialen Medien. Viele Nutzer erinnerten an seine markanten Reden im Senat und seine unermüdliche Arbeit in den Ausschüssen. Graham galt als einer der fleißigsten Senatoren, der oft bis spät in die Nacht an Gesetzesentwürfen arbeitete.
Die Beisetzung soll in den kommenden Tagen in South Carolina stattfinden. Ein genauer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben. Graham hinterlässt keine unmittelbaren Familienangehörigen, war aber zeitlebens eng mit seinen Mitarbeitern und Kollegen verbunden. Sein Tod markiert das Ende einer Ära in der US-Politik.
