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Religion

Katholische Bischöfe bedauern Gebetsfoto mit Trump im Weißen Haus

Zwei katholische Bischöfe bedauern, dem Treffen im Weißen Haus zugestimmt zu haben, bei dem ein Foto des gemeinsamen Gebets mit Präsident Donald Trump veröffentlicht wurde. Sie sehen darin eine politische Instrumentalisierung.

Katholische Bischöfe bedauern Gebetsfoto mit Trump im Weißen Haus
Catholic bishops say White House prayer photo with Trump was used politically

Zwei katholische Bischöfe haben ihr Bedauern darüber ausgedrückt, einem Treffen im Weißen Haus zugestimmt zu haben. Aus dieser Begegnung ging ein öffentlich verbreitetes Foto hervor, das sie beim gemeinsamen Gebet mit Präsident Donald Trump zeigt. Nach ihrer Darstellung wurde das Bild anschließend politisch genutzt.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein privates religiöses Gebet im politischen Raum wahrgenommen wird. Das Gebet im Weißen Haus war von den Beteiligten offenbar nicht als politisches Signal gedacht. Dass Fotos der Zusammenkunft verbreitet wurden, hat jedoch dazu geführt, dass die Szene als Zustimmung zur Politik des Präsidenten gelesen werden konnte.

Ein zusätzlicher Bericht zu derselben Begegnung schildert, dass der Erzbischof von Milwaukee, Jeffrey Grob, sich öffentlich entschuldigt hat. Nach seinen Angaben seien Fotos und Videos des nichtöffentlichen Treffens ohne Zustimmung der Bischöfe veröffentlicht worden. Er räumte ein, dass das Gebet als politische Unterstützung hätte verstanden werden können. Die Begegnung hatte demnach zwölf katholische Bischöfe und den Präsidenten zusammengebracht.

Der Erzbischof von Denver, James Golka, verteidigte dagegen die Entscheidung, mit dem Präsidenten zu beten. Katholiken seien aufgerufen, für alle Menschen in Verantwortung zu beten, unabhängig von deren politischer Haltung. Die unterschiedlichen Reaktionen innerhalb des Episkopats zeigen, wie umstritten der Umgang mit solchen Begegnungen ist, wenn Kirchenvertreter und politische Macht in der Öffentlichkeit zusammentreffen.

Die Debatte berührt damit ein grundsätzliches Spannungsverhältnis: Kirchliche Gebete für Regierende gehören zur Tradition, doch sobald ein Bild davon massenhaft verbreitet und politisch gerahmt wird, verliert die Geste ihre Eindeutigkeit. Wie die Bischofskonferenz insgesamt auf die Vorgänge reagiert, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

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Katharina Neumann

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Breaking News Editor

Katharina Neumann covers public affairs, politics, business, culture and daily news for Hochland. The role focuses on verification, context, and clear explanations for readers.