Putin lehnt Treffen mit Selenskyj am G20-Gipfel in Miami ab
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen, direkte Gespräche über ein Kriegsende am Rande des G20-Gipfels in den USA im Dezember zu führen. Eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche im trilateralen Format im Oktober schloss er jedoch nicht aus.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgelehnt, direkte Verhandlungen über die Beendigung des Krieges am Rande des G20-Gipfels in den Vereinigten Staaten im Dezember aufzunehmen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrainska Pravda. Putin bezeichnete ein solches Treffen als unmöglich.
Zugleich schloss der Kremlchef die Möglichkeit nicht aus, die Friedensgespräche im Oktober in einem trilateralen Format wiederaufzunehmen. Diese Formulierung lässt Raum für Spekulationen über den weiteren diplomatischen Fahrplan, ohne dass konkrete Zusagen gemacht wurden.
Selenskyj hatte vorgeschlagen, sich mit Putin auf amerikanischem Boden zu treffen, um den seit Jahren andauernden Krieg zu beenden. Der G20-Gipfel im Dezember in Miami bot sich aus ukrainischer Sicht als internationale Bühne für solche Gespräche an. Putin lehnte dies jedoch ab und verwies offenbar auf die seiner Meinung nach fehlenden Voraussetzungen für ein solches Treffen.
Die Absage ist ein Rückschlag für die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts. Beobachter werten die Äußerung Putins als Zeichen dafür, dass Moskau derzeit kein Interesse an direkten Gesprächen mit Kiew auf höchster Ebene hat. Die Tür für Verhandlungen im trilateralen Format im Oktober bleibt allerdings einen Spalt breit geöffnet.
Was genau Putin unter einem trilateralen Format versteht, ließ er offen. Denkbar wäre eine Beteiligung weiterer internationaler Vermittler, etwa der Vereinigten Staaten, der Türkei oder anderer Staaten, die sich in der Vergangenheit als Gesprächspartner angeboten haben. Konkrete Namen nannte der russische Präsident nicht.
Die ukrainische Seite hat bislang nicht öffentlich auf die Absage reagiert. Selenskyj hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er zu direkten Gesprächen mit Putin bereit sei, sofern diese dem Frieden dienen. Die jüngste Entwicklung dürfte die Skepsis in Kiew und bei den westlichen Verbündeten gegenüber Moskaus Verhandlungsbereitschaft weiter verstärken.
Der G20-Gipfel im Dezember in Miami wird damit voraussichtlich ohne ein Spitzentreffen zwischen Putin und Selenskyj stattfinden. Ob es im Oktober tatsächlich zu trilateralen Gesprächen kommt, ist derzeit völlig offen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Signale aus Moskau und Kiew mit großer Aufmerksamkeit, da jede Bewegung in Richtung Verhandlungen den Verlauf des Krieges beeinflussen könnte.
