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Goethe-Institute prüfen digitale Wege nach Russland-Schließung

Nach der angekündigten Schließung aller Goethe-Institute in Russland sucht das deutsche Kulturinstitut nach Wegen, den Austausch mit Menschen im Land aufrechtzuerhalten. Digitale Angebote werden geprüft.

Goethe-Institute prüfen digitale Wege nach Russland-Schließung
Nach Aus in Russland - Goethe-Institute prüfen digitale Angebote

Nach der angekündigten Schließung aller Goethe-Institute in Russland sucht das deutsche Kulturinstitut nach Wegen, den Austausch mit Menschen im Land aufrechtzuerhalten. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen digitale Angebote, die eine Fortsetzung der kulturellen und sprachlichen Arbeit ermöglichen sollen. Die Entscheidung, die Standorte in Russland zu schließen, war zuvor offiziell bekannt gegeben worden.

Die Goethe-Institute sind die weltweit tätigen Kulturinstitute der Bundesrepublik Deutschland. Sie fördern die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegen die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermitteln ein aktuelles Bild Deutschlands. In Russland unterhielt das Institut mehrere Standorte, darunter in Moskau und Sankt Petersburg. Die Schließung betrifft damit Einrichtungen, die über Jahre hinweg als zentrale Anlaufstellen für Deutschlernende, Kulturschaffende und alle an Deutschland Interessierten dienten.

Die Prüfung digitaler Formate gilt als Reaktion auf die neuen Gegebenheiten. Online-Sprachkurse, virtuelle Bibliotheksangebote und digitale Kulturveranstaltungen könnten künftig eine größere Rolle spielen, um die Verbindung zu Menschen in Russland nicht vollständig abreißen zu lassen. Das Institut steht dabei vor der Herausforderung, unter schwierigen politischen Bedingungen weiterhin Zugang zu ermöglichen und gleichzeitig den eigenen Werten und Standards treu zu bleiben.

Die Schließung der Institute ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ergriffen wurden. Bereits zuvor hatten zahlreiche deutsche und internationale Kultureinrichtungen ihre Aktivitäten in Russland eingeschränkt oder beendet. Die Goethe-Institute folgen nun diesem Schritt, betonen jedoch zugleich den Wunsch, den Dialog mit der russischen Zivilgesellschaft nicht aufzugeben.

Kultureller Austausch gilt seit jeher als ein Mittel, Verständigung über politische Grenzen hinweg zu ermöglichen. Gerade in Zeiten angespannter Beziehungen kommt solchen Verbindungen eine besondere Bedeutung zu. Die digitalen Angebote könnten daher nicht nur als Ersatz für die geschlossenen Standorte dienen, sondern auch als neues Modell der Kulturvermittlung unter erschwerten Bedingungen.

Wie genau die digitalen Angebote ausgestaltet werden und wann sie an den Start gehen, ist noch offen. Die Prüfung befindet sich in einem frühen Stadium. Klar ist jedoch, dass die Goethe-Institute ihre Präsenz in Russland nicht ersatzlos aufgeben wollen. Die kommenden Monate werden zeigen, welche Formate sich unter den gegebenen Umständen realisieren lassen und wie groß die Nachfrage nach deutschen Kultur- und Sprachangeboten in Russland weiterhin sein wird.

Katharina Neumann

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Breaking News Editor

Katharina Neumann covers public affairs, politics, business, culture and daily news for Hochland. The role focuses on verification, context, and clear explanations for readers.